Sa-Uni WS 25-26 (11) Siebold

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Heinz Siebold (Historischer Publizist, Freiburg/Lahr)
Das Dortu-Mausoleum auf dem alten Wiehre-Friedhof. Ein Erinnerungsort für die deutsche Demokratiebewegung von 1848/49

Mit einem Gastauftritt von Peter Haug-Lamersdorf, Freiburg

Das Grabmal des aus Potsdam stammenden Revolutionärs Maximilian Dortu (1826-1848) auf dem ehemaligen Friedhof des Freiburger Stadtteils Wiehre (Ecke Dreikönigs-/Erwinstraße) – heute ein Spielplatz – ist ein historischer Erinnerungsort mit Seltenheitswert: Dort vollstreckte die preußische Militärjustiz drei Todesurteile gegen Teilnehmer des badischen Aufstandes im Frühsommer 1849. Maximilian Dortu wurde wegen „Kriegsverrats“ zum Tode verurteilt und am 31. Juli 1849 hingerichtet. Dass sein Grabmal noch heute existiert, ist das Verdienst seiner Mutter. Sie vermachte in ihrem Testament der Stadt Freiburg 1000 Gulden mit der Verpflichtung, das Grab „auf ewige Zeiten“ zu pflegen, was der Gemeinderat von Freiburg am 21. Januar 1862 zusicherte. Das Dortu-Mausoleum wurde so zum Gedenk- und Erinnerungsort Freiburger Demokraten.

Referent/in:

Heinz Siebold (Historischer Publizist, Freiburg/Lahr)