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Um Ihnen zu zeigen, was mich so an der Religionspädagogik
begeistert.

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Mach ich das am besten mal an einem Beispiel
fest. Religionsunterricht kennen Sie ja.

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Sie wissen vielleicht auch, dass es zurzeit
eine der am heißesten diskutierten Fragen
ist, wie wir den Religionsunterricht so gestalten,

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dass er auch in Zukunft passungsfähig ist
und sowohl etwas für die Schüler*innen austrägt
als eben auch zeigt, wie er gesellschaftlich
nützen kann.

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Und da haben wir zurzeit die brennende Frage
Reicht es nicht, eigentlich auch den Religionsunterricht
religionskundlich auszurichten?

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Das heißt, Reicht es nicht eigentlich auch
lediglich über die Religionen und zwar über
möglichst viele, zu informieren?

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Ich würde sagen ja, natürlich. Wir müssen
über die Religionen informieren, und da spielt
die Vernunft eine herausgehobene Rolle.

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Wenn wir uns aber zu Gemüte führen, dass
Religion im Grunde ein doppelpoliges Unterfangen
ist,

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sowohl Diskurssystem als auch Lebensüberzeugung
ist,

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dann muss ich auch dieses Thema in dieser Doppelpoligkeit
überhaupt präsentieren,

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damit Schüler*innen die Chance haben, sich
zur Religion dann auch positionieren zu können.

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Das heißt, ich bin gerade dabei, ein Modell
für den Religionsunterricht zu entwickeln,

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das Religionsunterricht im Klassenverband sieht,
zugleich aber bekenntnisorientiert oder wie
ich sage,

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positionell ausrichtet und damit gewährleistet,
dass Religion sowohl als Diskurssystem, als
eben auch als Lebensüberzeugung vernunftgemäß
bearbeitet wird.

